Manchmal führen einen „Zufälle“ in ganz nette Locations. So ein „Umstand“ brachte mit letztes Wochenende nach Sindlingen ins „Da Signora„.
Schon von außen machte das italienische Restaurant einen netten Eindruck.
Nach dem Eintreten war mir allerdings sofort klar dass wir hier nicht beim „0815-Italiener“ gelandet waren. Hm… eigentlich wollten wir nur was Trinken, vielleicht ‘ne Kleinigkeit Essen aber jetzt wo wir schon mal da sind….
Da nicht viel los war fanden wir noch einen gemütlichen Platz für 4 in einer Ecke der „Trattoria“.
Genug der Vorrede. Hier die Details des vom Schlemmer Atlas mit 2 Kochlöffeln ausgezeichneten Restaurants.
Erster Eindruck:
Das Restaurant ist sehr stilvoll eingerichtet und glänzt mit mediteraner Atmosphäre. Plätze gab es, wie bereits gesagt, noch genug, daher hatten wir fast freie Wahl. Wie in BaWü gesetzlich vorgeschrieben ist auch das „Da Signora“ ein Nichtraucher-Restaurant, bietet aber für die Anhänger der gefilterten Luft einen kleinen Raum mit Stehtischen (wo man an der Wand Bilder von bekannten Gesichtern sehen kann die schon zu Gast im Da Signoar waren, wie z.B. Kevin Kuranyi).
Speisen:
Der erste Blick in die Karte zeigt: Besser eine kleine Auswahl, dafür aber ausgesuchte Gerichte. Die Preise sind moderat, die Mengen der Gerichte klar auf mehrgängiges Speisen ausgerichtet.
Vorspeisen gibt’s ab 4,50 € – Hauptgerichte ab ca. 11 €
Meine Wahl an diesem Abend:
Raviolo con Arancie e limone 11,00 €
Die „handgemachten Teigtaschen mit Orangen und Zitronen aus biologischem Anbau verfeinert, mit Spinat“ waren mit Abstand das geschmacklich Beste Nudelgericht, das sich seit langem gegessen habe.
Enttäuscht war ich lediglich, dass die Ränder der Ravioli nicht wirklich durch waren. Das darf einem Italiener, und noch dazu auf diesem Niveau, nicht passieren. Lassen wirs als Ausrutscher durchgehen
Die Portion war für den „kleinen Abendsnack“ ausreichend und sicherlich auch ideal als 1. Hauptgang in einem mehrgängigen Menü.
Getränke:
Die Getränkekarte / Weinkarte bietet die „übliche“ Auswahl an nicht alkoholischen Getränken und Bieren. Lediglich 4 offene Weine (2x Weiß 2x Rot) finde ich allerdings für eine solches Haus nicht angebracht. Nicht jeder Gast greift gleich zur Flasche Wein, bei denen es wesentlich mehr Auswahl gab, vor allem nicht wenn diese grundsätzlich in der Region > 30 / 40 € liegen. Der von mir gewählte offene Chianti für 7,00 € war in Ordnung , würde ihn aber eher in der Preiskategorie 5 – 6 € ansiedeln.
Dazu gabs natürlich, wie sollte es anders sein, San Pellegrino.
Service:
Der Service war freundlich und wenn anwesend auch aufmerksam. Allerdings sollten aber bei einem nicht mal annähernd halb voll besetzten Restaurant die Speisen nicht gute 45 Minuten auf sich warten lassen.
Aber ansonsten war der Service angemessen und tadellos.
Gesamtwertung:
Der Zufall wollte es so: Gut geführtes, exklusives italienisches Restaurant. Gehobene Küche und guter Service machen einen Besuch auf jeden Fall empfehlenswert. Preis / Leistung würde ich als sehr gut bewerten.
Das Fazit: 


(4) Saiber-Stars.
(Hinweis: Den ursprünglichen Titel „Feiner Italiener“ habe ich aufgrund eines sehr guten Denkanstosses von Vincent Klink auf den Nachgesalzen-Blog geändert)